Häufig gestellte Fragen

Reiten die Teilnehmer auf den Pferden?

Bei unseren Bauernhofangeboten steht nicht das Reiten, sondern die Begegnung mit dem Pferd im Mittelpunkt. 🐴🌿

Die Kinder erleben unsere Pferde als Lebewesen, Lernpartner und Teil des Hoflebens. Sie lernen, wie man sich einem Pferd nähert, seine Körpersprache versteht, seine Bedürfnisse wahrnimmt, es richtig pflegt und respektvoll mit ihm umgeht.

Dabei geht es um weit mehr als um die Frage, „was kann ich mit einem Pferd machen?“ Die Kinder entdecken vielmehr: Was braucht ein Pferd von mir? Wie kann ich Vertrauen aufbauen? Wie erkenne ich, ob es ihm gut geht? Wo sind seine Grenzen?

Genau darin liegt der pädagogische Wert der Pferdebegegnung. Pferde reagieren sehr fein auf Körpersprache und Verhalten und geben den Kindern unmittelbares Feedback. Dadurch lernen sie ganz praktisch Achtsamkeit, Geduld, Verantwortung, Rücksichtnahme und respektvolle Kommunikation.

Das Reiten gehört deshalb bewusst nicht zu unseren Bauernhofangeboten und ist auch versicherungstechnisch nicht abgedeckt. Unsere Angebote sind keine Reitstunden, sondern pädagogische Erlebnisse rund um das Pferd und das Leben auf dem Hof.

Denn bei uns steht nicht im Vordergrund, was das Pferd für uns tun kann – sondern was wir von ihm lernen können. 💚

Warum sollen die Teilnehmer bei Hofarbeiten helfen?

Bei uns dürfen Kinder nicht nur zuschauen, sondern selbst aktiv werden: füttern, ausmisten, pflegen oder gemeinsam etwas gestalten. Dabei erleben sie unmittelbar, dass ihr Tun einen echten Sinn hat und gebraucht wird.

Bauernhofpädagogik verbindet Lernen mit Erleben und eigenem Tun. Die Kinder sammeln praktische Erfahrungen, übernehmen Verantwortung und erleben Selbstwirksamkeit: „Ich kann etwas schaffen und bin wichtig für das gemeinsame Ergebnis.“

Gleichzeitig werden ganz nebenbei Motorik, Konzentration, Ausdauer und soziale Fähigkeiten gefördert. Der Kontakt zu Tieren und die Arbeit in der Natur laden dazu ein, achtsam zu beobachten, Rücksicht zu nehmen und Verantwortung für andere Lebewesen zu übernehmen.

Und das Wichtigste: Hofarbeit darf Spaß machen! Denn wenn Kinder mit Freude, allen Sinnen und ihren eigenen Händen lernen, bleiben Erfahrungen nachhaltig im Gedächtnis.

Bei uns bedeutet Mitmachen deshalb nicht „arbeiten müssen“, sondern die Chance, den Hof wirklich zu erleben und ein Teil davon zu sein.

Aber ihr habt ja nur Pferde, was hat das mit Bauernhofpädagogik zu tun?

Bauernhofpädagogik bedeutet nicht, dass auf einem Hof möglichst viele verschiedene Tierarten leben müssen. Es geht darum, Landwirtschaft, Natur, Tiere und das Leben auf dem Hof für Kinder erlebbar zu machen. Und Pferde haben dabei besonders viel zu erzählen.

Historisch waren Pferde über Jahrhunderte ein wichtiger Bestandteil des bäuerlichen Lebens. Sie halfen beim Pflügen, Transportieren, Ernten und bei vielen anderen Arbeiten auf dem Hof. Pferd und Mensch waren echte Arbeitspartner. Wer ein Pferd versorgte, musste sich täglich kümmern, Verantwortung übernehmen und auf die Bedürfnisse des Tieres achten. Genau diese Verbindung greifen wir am Fankenhof auf.

An unseren Pferden können Kinder ganz unmittelbar lernen, was ein Tier braucht, wie Verantwortung funktioniert, woher Futter kommt, warum Haltung und Pflege wichtig sind und wie Mensch und Tier miteinander kommunizieren.

Pferde sind dabei besondere Lehrmeister: Sie reagieren sehr fein auf Körpersprache, Stimmung und Verhalten. Kinder lernen dadurch, achtsam zu sein, Grenzen zu respektieren, Vertrauen aufzubauen und Verantwortung zu übernehmen. Sie erfahren, dass ein großes und starkes Tier nicht durch Druck, sondern durch Ruhe, Klarheit und gegenseitigen Respekt gewonnen wird.

Und natürlich geht es bei Bauernhofpädagogik auch um viel mehr als das Tier selbst: Natur erleben, Kreisläufe verstehen, mit anpacken, Lebensmittel und Ressourcen wertschätzen, beobachten, entdecken und mit allen Sinnen lernen.

Wir brauchen also nicht zehn verschiedene Tierarten, um Bauernhofpädagogik erlebbar zu machen. Wir haben Pferde – und mit ihnen einen ganz besonderen Zugang zu den Themen Mensch, Tier, Natur, Landwirtschaft und Verantwortung. 

 

Warum brauchen wir ausserschulische Lernorte?

Außerschulische Lernorte sind wichtig, da sie theoretisches Wissen durch handlungsorientierte Praxis, Originalbegegnungen und emotionale Erlebnisse vertiefen, was Motivation, Neugier und nachhaltiges Lernen fördert. Sie ermöglichen Perspektivwechsel, stärken soziale Kompetenzen und bieten Einblicke in Wissenschaft, Kultur sowie Natur.

  • Handlungsorientierung & Praxisbezug: lernen durch "Anfassen" und Ausprobieren
  • Motivationssteigerung: Der Ortswechsel fördert die Neugier und das Interesse, da Lernen außerhalb des Klassenzimmers oft als abwechslungsreicher empfunden wird.
  • Ganzheitliches Lernen: Durch Primärerfahrungen werden soziale, emotionale und kognitive Kompetenzen gleichzeitig angesprochen.
  • Vermittlung von Expertenwissen: Direkter Kontakt zu Experten
  • Soziales Lernen & Teilhabe: Gemeinsame Ausflüge stärken die Klassengemeinschaft und fördern kulturelle sowie gesellschaftliche Teilhabe.
  • Verknüpfung von Schule und Lebenswelt: Die Realität außerhalb der Schule wird in den Unterricht integriert, was komplexe Zusammenhänge verständlicher macht.
  • mit Vor-und Nachbereitung von Unterrichtsinhalten wird zudem der Lernerfolg nachhaltig gesichert. 

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